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Die Arbeit mit inneren Bildern und Symbolen

… ist eine psychotherapeutische Methode, bei der man die Kraft der Vorstellung nutzt, um Zugang zu inneren Prozessen, Gefühlen und unbewussten Themen zu bekommen. Dabei wird oft mit geführten Tagträumen (Imaginationen) gearbeitet – sogenannten katathymen Bildern („kata“ = gemäß, „thymos“ = Seele/Gefühl). Grundlegend geprägt hat diese Methode Hanscarl Leuner auf der Basis psychoanalytischen Theorie (H. Leuner, Katathymes Bilderleben, Verlag Hans Huber Bern, 1980).

Innere Bilder – was ist das?

Innere Bilder entstehen durch eine gezielte Anleitung in einem entspannten Zustand. Es sind nicht einfach „ausgedachte“ Fantasien, sondern symbolische Darstellungen innerer seelischer Zustände, welche durch ein dialogisches Verfahren (Fragen-Beschreiben) herausgearbeitet werden.

Warum sind Symbole so wichtig?

Symbole sind Träger von Bedeutung – sie sagen oft mehr als Worte. In einem inneren Bild kann z. B. ein Wolf für Angst, aber auch für Stärke stehen. Jeder Mensch deutet seine Symbole individuell. Deshalb wird in dieser Arbeit nicht interpretiert wie im Traumlexikon, sondern im Austausch mit dem Coach und stets in Kontakt mit dem inneren Erleben gearbeitet.

Wie läuft ein Tagtraum ab?

Ein Tagtraum wird in fünf Schritten angeleitet: Wir starten mit einer kurzen Entspannung. Danach rege ich mit Vorgabe eines Motivs (z.B. Blume, Tier…) innere Bilder an. Im Dialog folgen wir dem, was auftaucht, gestalten nach Wunsch aktiv mit und spüren auftauchenden Impulsen nach. Im Anschluss an den Tagtraum wird zwischen den Sitzungen das Erlebte als einfaches Bild oder Skizze festgehalten. In der Folgesitzung blicken wir gemeinsam mit dir und deinem Bild zurück und klären die Bedeutung des Erlebten für dich.

Wobei hilft die Arbeit mit inneren Bildern?

Die Arbeit mit inneren Bildern kann auf viele Arten unterstützend wirken. Sie hilft, dich selbst besser zu verstehen und die Zusammenhänge deines inneren Erlebens klarer zu erkennen. Oft zeigen sich in den Bildern Gefühle, Bedürfnisse oder Konflikte, die im Alltag nur schwer greifbar sind. So werden unbewusste Anteile sichtbar – und können liebevoll wahrgenommen und verstanden werden. Im geschützten Raum der Imagination kannst du belastende Erfahrungen behutsam verarbeiten. Schwierige Themen dürfen auftauchen und symbolisch betrachtet werden. Indem du in deinem inneren Bild mit Situationen, Orten oder Figuren in Kontakt trittst, eröffnen sich Veränderungsmöglichkeiten und neue, heilsame Erfahrungen entstehen. Innere Bilder sind eine wunderbare Quelle von Kreativität und Inspiration. Dein Unbewusstes denkt in Symbolen – und so öffnen sich oft überraschende Einsichten und neue Wege. In deiner Vorstellung kannst du Neues ausprobieren und spüren, was sich stimmig anfühlt. Das, was dir guttut, lässt sich dann Schritt für Schritt in deinen Alltag integrieren. Gleichzeitig laden dich deine inneren Bilder dazu ein, deine eigenen Kraftquellen und Schutzräume zu entdecken. Viele Menschen begegnen in ihrer Imagination hilfreichen Gestalten oder Orten, die Sicherheit, Wärme und Zuversicht schenken. Diese inneren Ressourcen kannst du stärken und bewusst für dich nutzen – besonders in herausfordernden Lebenssituationen. Und schliesslich stärkt die Arbeit mit inneren Bildern dein Gefühl von Selbstbestimmung und innerer Wirksamkeit. Wenn du lernst, deine Innenwelt bewusst wahrzunehmen und zu gestalten, erlebst du dich nicht länger als ausgeliefert, sondern als aktiv handelnde Person. So entsteht mehr Klarheit, Ruhe und Vertrauen – in dich selbst und in das Leben.

Kurz gesagt:

Innere Bilder öffnen einen sicheren, kreativen Raum, in dem Sie Ihr Erleben verstehen, ordnen und verändern können – für mehr Klarheit, Stabilität und Selbstwirksamkeit im Alltag.